Neue Serien – Teil eins
Sonntag, 29. Juli 2007 at 22:22 | In Serien | Leave a CommentTags: Burn Notice, Californication, Chuck, Flight of the Conchords, John from cincinnati, Pushing Daisies, Serien
Ich habe Urlaub und draußen regnet’s. Was gibt es da besseres zu tun als sich endlich mal die Pilotfolgen der neuen Serien der letzten und der kommenden Wochen zu Gemüte zu führen? Hier kommt Teil eins mit meinen etwas verspäteten Reviews zu Burn Notice, Flight of the Conchords und John from Cincinnati sowie den neuen Serien Californication, Chuck und Pushing Daisies. Here we go:
Burn Notice (USA Network)
Der Kabelsender USA scheint sein Erfolgsrezept gefunden zu haben: unterhaltsame, witzige und nicht allzu anspruchsvolle Krimiserien mit einem skurrilen Helden. Nach dem neurotischen ex-Polizisten aus Monk und dem hyperaktiven möchtegern-Hellseher aus Psych serviert uns USA mit Burn Notice nun den coolen ex-Spion. Nicht so langweilig wie der erste (sorry, bei Monk bin ich nach der ersten Staffel ausgestiegen), und längst nicht so abgedreht wie der zweite, dafür aber mit mehr Gewalt, so kann man es vielleicht (sehr) grob zusammenfassen. Der Pilot war zwar ganz unterhaltsam, schien allerdings teilweise unnötig in die Länge gezogen. Vielleicht bekommt das ganze nach ein paar Folgen im normalen 42-Minuten-Format ja noch etwas mehr Pep. Restlos überzeugt bin ich zwar nicht, eine zweite Chance bekommt Burn Notice aber dennoch.
Flight of the Conchords (HBO)
Halbstündige Sitcom im Mockumentary-Stil über zwei erfolglose Neuseeländische Musiker in New York mit gelegentlichen Gesangseinlagen. Klingt zwar herrlich skurril, war aber in der Pilotfolge leider alles andere als überzeugend. Die zwei Protagonisten sind mir nicht besonders sympathisch und besonders witzig sind sie auch nicht. Und der Gesang nervt! Schade, die Idee war wirklich nett. Pluspunkte gibt’s für Rachel Blanchard.
John from Cincinnati (HBO)
So eine Art Mystery-Surf-Drama. Starring Luke Perry (!) und Ed O’Neill (!!). Sorry, mehr vermag ich darüber nicht zu erzählen. Ich fand es einfach nur unsagbar öde, außerdem habe ich keine Ahnung was das ganze soll. Ich habe nach einer halben Stunde abgeschaltet.
Californication (Showtime)
Hank Moody (David Duchovny) ist Schriftsteller und hat einen Bestsellerroman geschrieben, aus dem sogar ein ziemlich schlechter Film geworden ist. Dieser Erfolg ist allerdings schon lange vorbei, inzwischen bestehen seine Tage hauptsächlich aus Sex, Drogen und Selbstmitleid. Der einzige Job, den sein Agent ihm anbieten kann ist ein Blog bei einer Zeitung, was er kategorisch ablehnt. Sein Privatleben sieht übrigens nicht besser aus: er wacht zwar jeden Morgen in einem anderen Bett auf, ist allerdings immer noch in seine Ex-Frau verliebt, die nebenbei auch die Mutter seiner vorlauten 12-jährigen Tochter ist… Gefällt mir, nicht nur weil ich ein alter Mulder-Fan bin. Californication schafft den Spagat zwischen Drama und Comedy, hat ein gutes Darsteller-Ensemble, und dadurch, dass das ganze auf einem Pay-TV-Kanal läuft, sind auch durchaus explizitere Szenen zu sehen, was gut zur gesamten Stimmung der Serie passt. Ich bleibe dran.
Chuck (NBC)
Chuck ist ein ziemlicher Nerd. Seine Freizeit verbringt er hauptsächlich mit seinem besten Kumpel vor der Spielkonsole, und weil er keine Freundin findet organisiert seine Schwester Dates für ihn. Er arbeitet in einem Computerladen namens „Nerd Herd“ und sein Dienstwagen ist ein Toyota Yaris mit dem Beinamen „Nerd Mobile“. Also endlich mal ein Serienheld mit dem ich mich identifizieren kann. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er durch einen unglücklichen Zufall die streng geheimen Daten eines Regierungscomputers in sein Gehirn gespeichert bekommt. Von da an iss er sozusagen der Computer und wird wie es sich in solchen Fällen gehört von einer hübschen blonden CIA-Agentin und einem ziemlich rabiaten NSA-Agenten (Adam Baldwin in seiner neuen Paraderolle) verfolgt. Dass das ganze nach einiger Zeit in ziemliches Chaos ausartet ist natürlich klar. Das könnte eines meiner Highlights der neuen TV-Season werde. Dem einen oder anderen wird Chuck mit Sicherheit zu abgedreht sein, aber ich liebe solchen Quatsch! Wer ein Herz für Nerds hat, Action mag und keine Probleme damit hat, wenn eine Serie sich nicht ernst nimmt und auch mal ins alberne abdriftet (siehe Psych oder Eureka) sollte mal reinschauen.
Pushing Daisies (ABC)
Ich korrigiere mich: DAS wird das Highlight der neuen TV-Season. Ned hat die seltene Gabe hat, durch bloße Berührung Tote wieder zum Leben erwecken zu können. Wenn er sie allerdings ein zweites mal berührt, befördert er sie ohne Umwege wieder ins Jenseits. Und wenn sechzig Sekunden nach der ersten Berührung nicht passiert, muss statt des geretteten leider jemand anderes dran glauben. Das ist ganz grob die Prämisse von Pushing Daisies. Das ganze in eine bestimmte Kategorie einzuordnen ist fast unmöglich. Fantasy-Krimi-Comedy-Drama-Märchen trifft es vielleicht am ehesten. Für Fans von Amélie, Big Fish und natürlich Wonderfalls (nicht nur wegen Hauptdarsteller Lee Pace und Erfinder Bryan Fuller). Selten war ich nach nur einer Folge schon so schwer begeistert wie bei Pushing Daisies, denn hier stimmt fast alles: Story, Humor, Setting, Optik (allein diese Farben!), Darsteller (besonders Anna Friel ist zum dahinschmelzen süß)… Ich kann’s kaum noch erwarten bis es richtig losgeht.
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