Neue Serien 2008
Sonntag, 24. Februar 2008 at 18:05 | In Serien | Leave a CommentTags: Breaking Bad, Cashmere Mafia, jPOd, Serien, Welcome to the Captain
Trotz des (inzwischen ja zum Glück beendeten) Autorenstreiks war das Serienprogramm in den letzten Wochen und Monaten ja mehr als dünn, aber einige neue Serien haben ja dennoch den Weg auf den Bildschirm geschafft, es wird also mal wieder Zeit für einen Seriencheck:
Cashmere Mafia
Warum ich mir Cashmere Mafia überhaupt anschauen wollte weiß ich eigentlich gar nicht mehr so genau. Wahrscheinlich hauptsächlich wegen Lucy Liu und Bonnie Sommerville, denn am Thema kann es wohl nicht gelegen haben: vier beste Freundinnen, die sich seit der Schule kennen, versuchen Karriere, Familie und Liebesleben unter einen Hut zu bringen, und bei sowas denke ich natürlich zuerst immer an Sex and the City, und das fand ich ja schon immer doof. Aber im Gegensatz zu ihrem offensichtlichen Vorbild hat mir die Cashmere Mafia von Anfang an gefallen. Einen genauen Grund dafür habe ich nach nur einer gesehenen Folge noch nicht, aber haupsächlich liegt es bisher an den vier Protagonistinnen, die mir einfach von Anfang an an viel sympatischer waren als Sarah Jessica Parker und Co, Ansonsten gibt es zur diesr Pilotfolge eigentlich nicht besonders viel zu erzählen – sympathische Charaktere und nette, wenn auch nicht besonders anspruchsvolle Stories, die gekonnt zwischen Comedy- und Drama-Elementen wechseln, viel mehr kann man von so einer Serie eigentlich nicht erwarten. Es ist zwar eindeutig eine Frauenserie, aber mir gefällt’s trotzdem (aber ich fand ja auch die Gilmore Girls mehr als super, und die waren ja auf jeden Fall auch eine Frauenserie).
Welcome to the Captain
Sitcom über einen inzwischen Erfolglosen ehemaligen Kurzfilm-Oscar-Gewinner, der um wieder zu sich selbst zu finden in das „El Capitan“ (a.k.a. „The Captain“) gennante Appartmenthochhaus zieht. Dort wohnen neben seinem besten Freund auch eine Menge skurriler Leute sowie die Frau, in die er sich gleich beim allerersten Treffen verliebt. Hat zwar ein paar gute und witzige Momente (hauptsächlich dank Jeffrey Tambor), aber so richtig gefunkt hat es bei mir noch nicht. Ich warte noch ein, zwei Folgen ab, vielleicht wird es ja noch richtig gut.
Breaking Bad
Der kleine Kabelsender AMC wird mit Breaking Bad vielleicht keinen riesigen Quotenhit landen, das Zeug zum kritikerliebling hat diese Serienperle aber auf jeden Fall. Besonders Bryan Cranston (genau, der Vater aus Malcolm in the Middle) liefert hier als Lungemkrebskranker Familienvater, der zum Drogendealer wird eine mehr als Großartige schauspielerische Leistung ab. Und falls die Academy mal nicht nur auf die großen Networks schaut könnte hier sogar eine Emmy-Nominierung drin sein. Breaking Bad ist auf jeden Fall jetzt schon ein Highlight des noch jungen Fernsehjahres.
jPod
Streikbedingt habe ich mich in den letzten Wochen auch mal außerhalb der USA nach neuem Serienstoff umgesehen und bin dabei unter anderem auf die kanadische Serie jPod gestoßen. jPod basiert auf Douglas Couplands gleichnamigen Roman aus dem Jahr 2005. Erzählt wird das Leben von fünf jungen Programmieren der mehr oder weniger fiktiven kanadischen Computerspielefirma Neurologic Arts (!), im Büro aber auch Abseits des Bildschirms.
Obwohl mir das Buch seinerzeit sehr gefallen hatte bin ich trotz der guten und skurrilen Charaktere und einiger hervorragender Szenen mit der Serienversion noch nicht richtig warm geworden, aber vielleicht entwickelt sich das ganze ja noch, eine zweite Chance (sprich: ein paar Folgen) gebe ich jPod auf jeden Fall noch.
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