Heroes – Volume Two: Generations
Mittwoch, 05. Dezember 2007 at 22:52 | In Serien | Leave a CommentTags: Heroes, Serien
So, dank des WGA-Streiks war Powerless, die gestrige elfte Folge wohl leider auch schon die letzte Folge der zweiten Staffel Heroes. Nachdem die Staffel in den ersten Folgen ja mehr als schleppend begann nahm die ganze Geschichte ungefähr ab Episode 6 auf einmal rasant an Fahrt auf und gipfelte gestern in einem zwar sehr gelungenen, aber noch lange nicht genialen Finale. Aufgrund des frühen Staffelendes wirkte einiges meiner Meinung nach etwas zu sehr mit der heißen Nadel gestrickt – es wurde zu sehr versucht, jeden Handlungsstrang zu einem Abschluß zu bringen.
Und das ist dann auch gleich das Problem dieser Staffel gewesen: es wurden zu Beginn zu viele neue Stories und damit auch zu viele neue Charaktere eingeführt, von denen die meisten eigentlich ziemlich verzichtbar waren. Warum ließ man zum Beispiel den herrlich fiesen Sylar fast zehn Folgen lang mit Maja und Alejandro durch die Pampa fahren?
Warum hing Hiro so lange im alten Japan rum? Das ganze war zwar sehr hübsch anzusehen (ich mag Japan sehr), aber die Geschichte zog sich dadurch sehr. Und Adam Monroe vs. Hiro war auch viel spannender anzusehen als Takezo Kensei vs. Hiro.
Und wen interessierte eigentlich Monica? Überhaupt, mit der ganzen Nikki- und Micah-Story wissen die Autoren anscheinend schon seit der ersten Staffel nicht so richtig viel anzufangen, und genauso ziellos und uninteressant zog sich das ganze dann auch in der zweiten Staffel.
Für die ganzen neuen wurden dann auch leider einige der alten und liebgewonnenen Charaktere vernachlässigt, besonders Ando, Nathan Petrelli und der schon erwähnte Sylar. Da hoffe ich für Volume Three auf mehr. Von den neuen schafften es immerhin Adam Monroe, von dem ich gerne mehr gesehen hätte, und Elle für frischen Wind zu sorgen. Besonders von Elle erwarte ich für die Zukunft noch einiges.
Mein Fazit: Generations war eine gelungene, wenn auch längst nicht überragende Staffel, die wohl am meisten darunter zu leiden hat, daß sie nur elf Folgen dauern durfte. Hoffen wir mal, daß die dritte Staffel, wann auch immer sie zu sehen sein wird, das ganze Potential ausschöpfen wird, das hier nur angedeutet werden konnte.
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